Deutscher Bildungsserver



Hier beginnt der Inhalt:

3. Workshop deutscher Bildungsserver

Einladungstext, Teilnehmerliste, Protokollentwurf

Von Dienstag, dem 23. September 1997, 13 Uhr bis Mittwoch, dem 24. September 1997, 13 Uhr hat an der Humboldt-Universität zu Berlin der 3. Workshop für Administratoren und Entwickler von Bildungsservern stattgefunden.

Einladungstext


                    3. Workshop der Bildungs-Server

                      http://dbs.schule.de/bonsai



	Liebe Kolleginnen und Kollegen,



	der Deutsche Bildungs-Server laedt alle Entwickler von
	Bildungsservern in den Laendern zu einem dritten Workshop ein,
	und zwar, wie auf dem 2. Treffen vereinbart,


	             von Dienstag, 23. September, 13 Uhr

	             bis Mittwoch, 24. September, 13 Uhr


	      an die Humboldt-Universitaet zu Berlin, Hauptgebaeude

	                      Unter den Linden 6

	                         Hoersaal 2097 


	Diese Einladung richtet sich an die Bildungsserver der
	Landesinstitute in den Bundeslaendern wie auch an die
	Bildungsserver der deutschen Schulbuchverlage.



	Tagesordnungspunkte aus unserer Sicht:



	1. Berichte der Bildungsserver

	2. Bericht ueber die Entwicklung des Deutschen Bildungs-Servers
	   nach einem Jahr

	3. mittel- und langfristige Perspektiven des DBS (Entwicklung
	   seines Profils, Kooperation mit nationalen Institutionen und
	   dem europaeischen Schulnetz-Projekt (EUN), langfristige
	   Traegerschaft)

	4. Technische Kooperation (mySQL, Dublin Core, Harvest)

	5. Synergien/Kooperation zwischen DBS, Landesservern, Bildung
	   Online u.a. aus Arbeitsebene

	6. Kommunikationssystem BSCW

	7. Sonstiges



	Lassen Sie uns wissen, was Sie darueber hinaus  auf die
	Tagesordnung setzen moechten.

	Wir waeren Ihnen dankbar fuer eine baldige Rueckmeldung
	darueber, wer aus Ihrem Arbeitsbreich daran teilnehmen wird.

	Mit freundlichen Gruessen


	Peter Diepold

	Deutscher Bildungs-Server

Teilnehmerliste


Wolfgang Appelt, GMD
Ralph Ballier, BICS
Ralf-Ingo Brehm, BIL Berlin
Uwe Debacher, HBS
Peter Diepold, HU Berlin
Markus Eiden, MBWW RP
Horst Eysel, NLI
Margit Fischbach, ZUM
Wolfgang Friebe, MBWW RP
Stefan Gerlach, NRW
Oliver Gerschewski, OHS
Andreas Grupp, LEU
Sven Hadenfeldt, OHS
Melanie Hartlaub, DIPF
Jan Hartmann, LISA MV
Céline Hémard, Bremen
Peter Hoppe, Bildung Online
Martin Hüppe, Bildung-Online
Christine Kamprad, FWU
Uta Krope, IPTS
Axel Leibrock, MBKW
Martin Maisel, ThILLM
Heinz-Josef May, NRW
Helmut Meschenmoser, Labi/BICS Berlin
Frerk Meyer, Schulweb
Roberto Patriarca, DBS
Rudolf Peschke, HeLP Wiesbaden
Christian Richter, DBS
Andreas Rittershofer, BW
Monika Roesler-Lass, DFN
Diann Rusch-Feja, MPIB
Dieter Schaale, HU Berlin
Wolfgang Schmid, ZSA
Peter Schmidt , Landesbildstelle Württemberg
Willi Schwarzbach, LISA
Horst Stein, DeTeBerkom
Friedhelm Sowa, NRW
Gerrit Tamm, Lycos
Manfred Vollmost, MPZ
Wolfgang Weber, LSW
Heinz Weinert, SenWissKult Berlin
Lothar Wiesweg, BICS

Verlauf des Workshops

Nach der Begrüßung der Teilnehmer durch Peter Diepold gab es eine kurze Verständigung über den geplanten Verlauf.

1. Kurzberichte aus den Bundesländern

Die Betreiber von Bildungsservern aus den einzelnen Bundesländern berichteten jeweils kurz über die Ergebnisse ihrer Arbeit seit dem letzten Workshop. Es wurden - stärker als beim 2. Workshop - erhebliche Unterschiede zwischen den Bundesländern deutlich. Es zeigte sich, daß Engagement und Kompetenz der Entwickler und Betreiber von Bildungsservern notwendig aber auf Dauer nicht hinreichend für weitere Entwicklungsfortschritte sind, und daß die einzelnen Länder ein Minimum an materiellen Ressourcen zur Verfügung stellen müssen, wenn sie mehr Schulen an das Internet anschließen, die Lehrer für die Arbeit mit Netzen qualifizieren und erfolgreich einen Landesbildungsserver betreiben wollen.

Für den 20. 10. 1997 wurde die offizielle Inbetriebnahme des Landesbildungsservers Sachsen-Anhalt http://lbs.st.schule.de angekündigt.

2. Entwicklung des Deutschen Bildungsservers in diesem Jahr und
4. technische Kooperation

Zum Deutschen Bildungsserver und zum Schulweb äußerten sich Christian Richter, Roberto Patriarca, Frerk Meyer und Peter Diepold.

Christian Richter demonstrierte das DBS-Adreßbuch sowie die erweiterten Möglichkeiten bei der fachlichen Differenzierung von Suchabfragen der Ressourcendatenbank und bei der fachlichen Zuordnung von Neueinträgen. Er schilderte kurz die Ursachen vorübergehender Performanceprobleme bei der Datenbankabfrage und auf welchem Weg sie gelöst wurden. Die erst getrennt bei DBS und Schulweb verwalteten Daten über Onlinematerialien wurden in eine gemeinsame Datenbasis überführt, alle Datenbanken auf mySQL umgestellt. 8 Länderserver nutzen im Augenblick die DBS-Datenbank.

Anschließend zeigte Christian Richter Beispiele von Metatags in den HTML-Seiten, die nach einer Abfrage oder nach einem Selbsteintrag in die DBS-Datenbank ausgegeben werden. Er informierte über die 15 Elemente des Dublin Core und über gegenwärtig noch gebräuchliche Syntaxvarianten bei der Verwendung von Dublin-Core-Elementen in HTML-Metatags. Einem Überblick über die beim DBS verwendeten DC-Metatags und DBS-eigenen Tags folgte die Information über einen Vorschlag an den 5. DC-Workshop in Helsinki, den DBS-Tags adäquate DC-Subelemente zu definieren.

In einer kurzen Diskussion wurde festgestellt, daß Bedarf an einem offline verwendbaren Werkzeug besteht, das es gestattet, den Satz der beim DBS verwendeten Metatags und alle weitern DC-Metatags für eine bestimmte HTML-Datei im Dialog zu erzeugen, aus einer Datei auszulesen, zu editieren, in die Datei einzufügen oder in einer separaten Datei zu sichern. Konkrete Vereinbarungen darüber, wer dieses Werkzeug entwickeln soll, wurde noch nicht getroffen. Diese Frage sollte aber spätestens nach dem 5. DC-Workshop entschieden werden.

Roberto Patriarca stellte die inzwischen verbesserten Recherchemöglichkeiten auf Grundlage des Harvest-Systems des DBS vor. Er demonstrierte Volltextrecherchen und strukturierte Recherchen auf allen Bildungsservern, den Servern pädagogischer Verlage und auf Schulservern. Es wurde deutlich, daß die Verwendung von Metatags in den Dokumenten die Möglichkeiten der strukturierten Recherche mit harvestähnlichen Systemen verbessert.

Frerk Meyer zeigte das exponentielle Wachstum des "Schulweb" und beschrieb den steigenden Aufwand bei der Pflege der Datenbestände. Er skizzierte mögliche und schon begonnene Maßnahmen, um die Datenpflege weiter zu rationalisieren und weitgehend in die Verantwortung der Schulen selbst zu legen.

Die Vorzüge des von Schulweb und DBS zur Zeit verwendeten Datenbanksystems mySQL gegenüber dem früher verwendeten System mSQL waren Gegenstand zahlreicher Fragen, die Frerk Meyer beantwortete.

3. Mittel- und langfristige Perspektiven des DBS

Peter Diepold stellte Aufgaben und Perspektiven der Weiterentwicklung des DBS und des Schulweb in einen übergreifenden Kontext. Er kennzeichnete den DBS als einen "Metaserver" und hob damit seine Wegweiserfunktion hervor. Fragen der Qualitätskontrolle und Qualitätssicherung sollen in Zukunft mehr im Mittelpunkt der Überlegungen stehen, können jedoch nur in Zusammenarbeit mit den Landesservern gelöst werden.

Peter Diepold informierte darüber, daß in Zukunft auf dem DBS auch Informationen der BLK zur Studien- und Berufswahl und der KMK zu Weiterbildungsangeboten präsentiert werden sollen. Er verwies auf die Zusammenarbeit des DBS mit internationalen Partnern im Rahmen von Global Info und EUN. Abschließend skizzierte Peter Diepold eine mögliche Perspektive des DBS im Rahmen eines umfassenderen Fachinformations- und Kommunikationssystems der Erziehungswissenschaften beim DIPF.

5. Synergien/Kooperation zwischen DBS, Landesservern, und anderen Partnern

Wolfgang Weber begründete, warum learn-line keine breite Information über Onlineressourcen für den Unterricht leisten will, sondern eine ausführliche Information über einzelne, qualitativ hochwertige, einer Verbesserung des Unterrichts dienende Webangebote. Er lud dazu ein, auf einer weiteren Veranstaltung gemeinsam über Bewertungskriterien nachzudenken. Solche Kriterien könnten kein einfacher Katalog sein, sondern müßten zielgruppenspezifisch formuliert werden.

Frerk Meyer regte an, auch Votingmechanismen für die Bewertung zu verwenden.

Wolfgang Weber informierte über Bestrebungen, BSCW für den Bildungsbereich zu modifizieren, insbesondere für die "Werkstatt" und das "Schwarze Brett" von learn-line. Er forderte alle Teilnehmer auf, sich an der Spezifizierung des Systems zu beteiligen.

Horst Stein kündigte an, daß es im November eine offizielle Verlautbarung zur Zukunft von SAN geben wird. Er wurde aufgefordert, bei SAN einen konstruktiven Dialog mit den Landesservern anzuregen. Er berichtete über Comenius II und deutete an, daß Mittel für Kooperationsprojekte bereitstünden.

Christine Kamprad stellte kurz die Systematik des FWU für die Einordnung von Unterrichtsmaterialien vor. Sie schlug vor, diese auch für Onlinemedien zu verwenden. Inwieweit dies sinnvoll ist, bedarf einer gründlichen Prüfung, zu der sich Diann Rusch-Feja und Christian Richter bereiterklärten.

6. Kommunikationssystem BSCW

Wolfgang Appelt stellte die aktuelle Version von BSCW vor.

Friedhelm Sowa präsentierte eine spezielle Variante von BSCW, die speziell für Schulen entwickelt wurde. Der Funktionsumfang wurde reduziert, um eine leichtere Bedienbarkeit zu erreichen. Für die Zukunft denkbar sind auch unterschiedlich reduzierte Varianten - etwa für die Funktionen "Schwarzes Brett" und "Werkstatt" bei learn-line. Im Sinne einer Vereinheitlichung der Bedienung bedeutungsgleicher Bereiche bei anderen Landesservern sollten sich alle, die ähnliche Serverbereiche entwickeln, an einer gemeinsamen Entwicklung beteiligen.

7. Sonstiges

Ein Termin für den nächsten Workshop deutscher Bildungsserver wurde noch nicht festgelegt.


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