Der Vortrag thematisierte zunächst, welche Anforderungen an die Fachinformation Bildung von Seiten der Nutzer und der Politik gestellt werden. Die politische Seite ist vor allem bemüht, die traditionell getrennten Dienste der Bibliotheken und der Fachinformationseinrichtungen stärker zu integrieren und das Nutzerspektrum der Informationsdienste über den Hochschulbereich hinaus zu erweitern und zu internationalisieren. Die Nutzer wünschen vor allem durchlässigen Onlinezugang zur kompletten Information. Das DIPF begegnet diesen Anforderungen mit einem als "One-Stop-Shop" bezeichneten Portal, das auch die Auslieferung von (kostenpflichtigen) Volltexten integriert. Das Portal wird darüber hinaus interdisziplinär ausgerichtet sein.
Das informationspolitische Ziel des DIPF ist die Schaffung eines nationalen Kompetenzzentrums für Bildungsinformationen als Modul eines gesamteuropäischen Informationssystems im Jahr 2004.Das neue Bildungsportal wird zwei Zugänge haben. Das zukünftige "Fachportal Pädagogik" (FPP) wird im Umfeld der schon vorhandenen Dienste "www.infoconnex.de" und "www.vascoda.de" angesiedelt. Durch das FPP wird ein Zugriff auf die Datenbanken des FIS, Virtuelle Fachbibliothek Päd, DBS, Infoconnex und englischsprachige Datenbanken (BEI + ERIC) ermöglicht. Der DBS – als zweiter Zugang - behält seine bisherige äußere Form, wird aber über die Verknüpfung mit den Datenbanken des FPP den gleichen Informationspool erschließen. Weiterhin wird "Bildung Plus" als ein ergänzendes, durch journalistische Beiträge geprägtes Portal zur Unterstützung der Bildungsreform in den Kontext des Deutschen Bildungsservers einbezogen, der damit seine vorrangige Zielgruppe, die Bildungspraxis und die Bildungsverwaltung, gesondert unterstützt. Die internationale Zielsetzung wird vor allem dadurch erreicht, dass Englisch als zweite Sprache des Zugangs für deutsche Datenbanken und englischsprachige Datenbanken mit deutschsprachigem Zugang offeriert werden.