"Bildungsportale - Wegweiser im Netz"
Expertenworkshop am LISUM in Ludwigsfelde, 28. - 30. Januar 2004
Veranstalter: Humboldt Universität zu Berlin, Abt. Pädagogik und Informatik
und Empirische Bildungsforschung und Methodenlehre
Best Practice: Fokussierung für die Arbeitsgruppen
Der Schwerpunkt des zweiten Tagungstages bestand in den Sitzungen der Arbeitsgruppen.
Es gab drei Arbeitsgruppen, die anfangs von ihren jeweiligen Moderatoren kurz vorgestellt wurden:
Herr Richter gab einen kurzen Überblick über relevante Fragestellungen im Hinblick auf
die aus der Studie abgeleiteten Fokusfragen für die Arbeitsgruppe 1
"Technische Qualitätsentwicklung":
Personalisierung von Bildungsportalen – Welche Lösungen gibt es schon?
Was ist wünschenswert und was ist machbar, z. B. bezogen auf Seitenzusammenstellungen,
Voreinstellungen für Selbsteinträge, die Form der Ergebnisausgabe bei Datenbankabfragen
oder verschiedene Designvarianten. Eine Möglichkeit ist, dem Nutzer einen speziellen
Bereich zu Verfügung zu stellen, wo er seine Vorstellungen artikulieren kann.
Die Frage ist jedoch, ob eine Notwendigkeit dafür besteht? Weiterhin sollten die
Implikationen von Personalisierung für die Bereiche Technik und Datenschutz diskutiert werden.
Hier könnten Themen, wie Nutzungsmanagement, notwendige Einschränkungen der Funktionalität
oder die Anwendung von Techniken wie Javascript und Cookies betrachtet werden.
Weiterhin sollten evolvierende Standards für die Gestaltung von Bildungsportalen
thematisiert werden. Zu dieser Fragestellung wurden als relevante Aspekte die Barrierefreiheit
angesprochen, sowie der Konflikt
zwischen Usability und Ästhetik genannt. Weitere Themen waren: effektive Site-Verwaltung,
Erfahrungen mit Content
Management Systemen, Workflow und das Funktionieren von WiKis, sowie Systemverfügbarkeit
und -sicherheit. Außerdem sollten mögliche Funktionen von Bildungsportalen und
ihre technische Realisierung, z.B. als
Wegweiser, Metaserver oder Lernplattform zur Diskussion gestellt werden.
AG 2 wurde von Herrn Retzlaff moderiert und hatte den Titel
"Inhaltliche Qualitätsentwicklung".
Die Synergieeffekte, welche sich durch die Zusammenarbeit der Redakteure der
Landesbildungsserver und des Deutschen Bildungsservers ergeben,
wurden anhand von zwei Beispielen illustriert.
Frau Schuster beschrieb die Ergebnisse einer
Arbeitsgruppe für den Bereich Grundschule
auf dem DBS, in der einzelne LBS mitarbeiten. Sie ist gedacht als Plattform, auf der
Angebote zusammengestellt werden können und auf der Hinweise auf die Arbeit in den LBS
zu finden sind.
Herr Kasang berichtete über die Ergebnisse der
Arbeitsgruppe „Lebensraum Ozean“ des
LBS Hamburg, an der auch Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen als Partner
mitarbeiten.
Die vorgestellten Projekte verdeutlichten, wie durch redaktionelle Zusammenarbeit eine Verbesserung
der Angebote für spezifische Nutzergruppen erreicht werden kann und
die Aktualität und Seriosität der Angebote gewährleistet werden kann. Diese als
Fokustehmen formulierten Diskussionspunkte sollten in der AG 2 weiter vertieft werden.
Weiterhin sollten Erfahrungen zu Marketing und Öffentlichkeitsarbeit ausgetauscht werden.
AG 3 hatte die Überschrift "Information und Lernen im Netz“. Moderator war Herr Philipp.
In der AG 3 sollten verschiedene Lösungen für den E-Learning-Bereich sowie Umsetzungen auf
Bildungsportalen vorgestellt werden. Herr Philipp skizzierte kurz die Entwicklung der Nutzung von
Offline-Medien und die Möglichkeiten der Nutzung von Online-Lernumgebungen.
Herr Feige vom Niedersächsischen Bildungsserver präsentierte ein Beipiel zum Einsatz
von E-Learning bei der Lehrerfortbildung
unter dem Titel "Internetgestützte Lehrerfortbildung auf der Basis
eines Fernlernforums". Es wurden verschiedene Module
(nLine-Modul)
vorgestellt: Publizieren im Internet und Entwicklung interaktiver Multimediaprogramme,
wo nicht nur technische Fragestellungen, sondern auch didaktische Aspekte
behandelt werden. Z.B. für den Englisch-Unterricht in der Grundschule.
In der Arbeitsgruppe sollte diskutiert werden,
wie individuelle Lernwege durch Bildungsportale unterstützt werden können, bzw. wie
Lehrende angeregt und unterstützt werden können, in ihren Lern-Arrangements
Internet und Multimedia zur systematischen Verbesserung der Lernqualität einzubeziehen.