13. Bonsai-Workshop
am 29. und 30. September 2004 an der Humboldt-Universität zu Berlin
Protokollentwurf
Verlauf und Ergebnisse des Workshops
Der Workshop begann am 29.09.2004 um 14.00 Uhr und endete am 30.09 2004 um 13.00 Uhr.
1. Eröffnung - Dr. Olaf Kos
2. Vorstellung der Marktanalyse - Dr. Elke Brenstein
3. Berichte der Landesbildungsserver
4. Berichte Deutscher Bildungsserver
5. Einsatz digitaler Medien im Unterricht - Michael Woyde
6. Abschließende Diskussion
1. Eröffnung - Dr. Olaf Kos
Dr. Olaf Kos begrüßte die Teilnehmer des 11. Bonsaitreffens und gab bekannt, dass die Abteilung Pädagogik und
Informatik geschlossen wird. Die Humboldt-Universität steht deshalb künftig nicht mehr als Veranstaltungsort
für die Bonsai-Tagungen zur Verfügung.
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2. Vorstellung der Marktanalyse - Dr. Elke Brenstein
Ein Auszug aus dem Abschlussbericht
der Studie "Grundlegende Aspekte der Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung von Bildungsportalen unter
besonderer Berücksichtigung des Deutschen Bildungsservers" stand den Teilnehmern zur Verfügung.
Vorgestellt wurden die Ergebnisse einer Marktanalyse bildungsrelevanter Portale aus den Bereichen "Übergreifende
Bildungsinformationen", "Schule", "Hochschule" und "Weiterbildung". Anhand von theoretischen Qualitätskriterien sowie
auf der Basis der Angebote der verschiedenen Portale (u.a. der LBS) wurde ein Referenzprofil für folgende Aspekte der
Portalgestaltung aufgestellt:
- thematische Schwerpunkte,
- strukturelle und grafische Gestaltung,
- funktionale Aspekte (Suchen, Seite drucken).
Als optimal hat sich die Einteilung einer Homepage in 3 Spalten erwiesen: links die Navigation, in der Mitte die
Informationen und rechts Zusatzinformationen. Unterschiedliche Farben erleichtern die Orientierung.
In der anschließenden Diskussion wurde angemerkt, dass wichtige Aspekte in der Studie nicht untersucht wurden,
wie z.B. die Verständlichkeit von Texten, die mediengerechte Aufbereitung längerer Dokumente, unterschiedliche
Kommunikationsangebote sowie die Kooperation zwischen den Bildungsservern.
Die Druckfunktion wurde als veraltet bezeichnet, moderner ist die automatische Erzeugung einer druckfähigen Version
von html-Seiten durch entsprechende style sheets.
Zur Personalisierung der Informationsangebote wurde die Meinung geäußert, dass diese bei Bildungsportalen nicht so wichtig
sei, da ohnehin nur eine bestimmte Klientel angesprochen wird.
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3. Berichte der Landesbildungsserver
Landesbildungsserver Baden-Württemberg
Das Landesinstitut für Erziehung und Unterricht soll im nächsten Jahr Landesinstitut für Schulentwicklung heißen. Unter
"Bildungsstandards" verweist der Landesbildungsserver auf das neue Portal Bildung stärkt Menschen - Bildungplan 2004. Gestaltet wurde es mit Plone, einer Weiterentwicklung von
Soap. Das landestypische Design soll auch als Orientierung für ein geplantes Redesign des Landesbildungsservers dienen.
Die beim Workshop in Ludwigsfelde angekündigte
Powerpoint-Präsentation zum Thema Internet-Recherche wurde fertig gestellt und kann von allen für die
Öffentlichkeitsarbeit genutzt werden. Vorgestellt werden u.a. die Landesbildungsserver und der Deutsche Bildungsserver.
Ergänzungen sind jederzeit möglich.
Gerhard Koch
Bayrischer Schulserver
Ein Redesign ist im nächsten Jahr geplant. Auf die Spinne wird zugunsten eines dreispaltigen Layouts verzichtet. Künftig
werden aktuelle Informationen in der Mitte der Seite angeboten, die Navigation wird links platziert und in der rechten
Spalte wird auf das Bildungsnetz, also auf andere Bildungsportale verwiesen. Die Programmierung erfolgt mit PHP,
barrierefrei, ein Redaktionssystem wird nicht verwendet.
Ab 1. Februar 2005 steht für die Fortbildung in bayerischen Schulen eine
Fortbildungsdatenbank zur Verfügung. Verschiedene Anbieter, auch freie Träger, können ihre Kursangebote eintragen. Für
Interessenten sind die Angebote nach Schulart, Schulfach, Anbieter, Stichwort, Zielgruppe und PLZ recherchierbar. Alle
Anmeldeformalitäten können online erledigt werden.
Wolfgang Schmid
Berliner Bildungserver
Das Redesign beim Berliner Bildungsserver erfolgt in enger Kooperation mit dem Bildungsserver Hessen. Das CMS Soap wurde
von Hans Rauch an Berliner Vorstellungen angepasst. Der Brandenburger Bildungsserver will diese Soap-Variante ebenfalls
übernehmen, was eine ressourcenschonende Zusammenarbeit ermöglicht. Ende Dezember soll der neue Berliner Bildungsserver ans
Netz gehen. Die Adresse http://bebis.cidsnet.de/ gilt nur noch bis zum 31.12.2004, da das Projekt CidSNet zum Jahresende
ausläuft.
Ulrike Hammer,
Johann Penon-Ostendorf
Brandenburgischer Bildungsserver
Das Bildungsserver-Team wurde komplett ausgewechselt. Viele Inhalte auf dem BBS sind veraltet und können mit den zur
Verfügung stehenden Ressourcen nicht aktualisiert werden. Für die externe Redaktionsmitarbeit wird eine BSCW-Plattform
genutzt.
Ein CMS soll eingeführt werden, Plone ist der Favorit.
In die Fortbildungsdatenbank des
LISUM können sich auch externe Anbieter eintragen.
Geplant ist ein Schulportal (in Kooperation mit dem Sächsischem Bildungsserver) und eine Gedenkstätten-Datenbank.
Jens Angerhoefer
SchulePunktBremen
Neu ist der Lehrplanserver, der eine Verknüpfung von Lehrplaninhalten
und Unterrichtsmaterialien bietet. über ein Autorentool können Mitglieder der Lehrplankommission Inhalte eintragen. Die Verknüpfung
mit den Lehrplänen erfolgt automatisch. Zur Zeit ist das Angebot noch frei zugänglich, davon will man jedoch abgehen, da für viele
Materialien Landeslizenzen erworben wurden. Verwendet wird das CMS Plone, das Barrierefreiheit, Druck- und Anmeldefunktion
automatisch generiert.
Die Fortbildungsabteilung des Landesinstitutes bietet einen
elektronischen Fortbildungskatalog, in dem nach verschiedenen Kategorien recherchiert werden kann.
Walter Jaisli
Hamburger Bildungsserver - HBS
Das Landesmedienzentrum wurde aufgelöst, der Hamburger Bildungsserver ist jetzt Teil der Behörde für Bildung und Sport und
wird eingefügt in das städtische Portal www.hamburg.de, das alle
bildungsrelevanten Angebote in Hamburg zusammenfassen soll. Der Bildungsserver besteht zur Zeit noch aus ca. 10 000 html-Seiten.
Geplant ist die Überführung in ein CMS-System, das die Darstellung der Bildungsserverseiten im Corporate Design der Stadt ermöglicht.
In der anschließenden Diskussion wurde über Probleme und Erfahrungen bei der Überführung von html-Seiten in ein CMS-System
gesprochen. Konsens war, dass Handarbeit nicht vermeidbar ist. In Niedersachsen mussten die Autoren Querverweise aus den Seiten
entfernen. Die automatische Überführung in das CMS gelang in Sachsen-Anhalt bis zu einer bestimmten Ebene, die Feinarbeit wurde
per Hand geleistet.
Dr. Dieter Kasang
Bildungsserver Hessen
Das HELP wird zum 31.12.04 aufgelöst, die Aufgaben wird künftig das
Amt für Lehrerausbildung übernehmen. Die Lehrerfortbildung
soll in Hessen künftig über freie Träger realisiert werden, während das Amt für Qualitätssicherung sorgen soll. Lehrerinnen und
Lehrer erhalten für die Teilnahme an Weiterbildungsveranstaltungen sogenannte credit points, 150 müssen im Jahr erworben werden.
Die Bereitstellung von Materialien für den Landesbildungsserver wird ebenfalls mit credit points bewertet.
Neue interaktive Elemente beim Bildungsserver sind:
- Funktions-E-Mails zur Verbesserung der fachlichen Kommunikation an Schulen
- Einsatz der Open-Source Software GIS zur Visualisierung von geographischen Informationen in Zusammenarbeit mit dem Vermessungsamt
- Kooperation mit NRW beim E-Learning
Hans Rauch
NiBiS - Niedersächsischer Bildungsserver
Beim NiBis gab es Versuche, Datenbanken zu verschiedenen Themenbereichen aufzubauen. Es hat sich jedoch herausgestellt, dass
es besser ist, alle Daten in einer zentralen Datenbank zu verwalten.
Der vor ein paar Jahren begonnene "Schulatlas" soll weiterentwickelt werden. Für die netzbasierte Abwicklung des
Zentralabiturs wurde ein Verfahren entwickelt, das
im Jahr 2005 erprobt werden soll. Dabei werden die Aufgaben für das Zentralabitur als verschlüsselte Datein an die
Schulen verschickt. Die Entwicklungskosten für das System liegen weit unter den Druckkosten, die für einen Abitur-Jahrgang
anfallen. Der offizielle Start ist für 2006 geplant.
Horst Eysel
Bildungsportal NRW
In NRW bietet das Bildungsprtal einen zentralen Einstieg zu allen bildungsrelevanten Online-Angeboten. Zugleich ist das
Portal der Internetauftritt des Ministeriums, der von 3 Mitarbeitern in enger Kooperation mit learn:line redaktionell
betreut wird. Inhaltlich sind die Augaben sinnvoll verteilt: Informationen von übergeordneter Bedeutung werden vom
Bildungsportal angeboten, learn:line bietet Materialien für den Unterricht. Drei Spalten bestimmen die Struktur
des Bildungsportals: Navigation - Inhalte - weiterführende Links. Geplant ist eine Überarbeitung der Navigation.
Neu ist ein Angebot für Eltern,
das nach Lebenslagen, wie z.B. "Mein Kind kommt in die Schule.", und Themen strukturiert ist.
Die Werbung für den Lehrerberuf mit der Website
LEO - Lehrereinstellung Online.NRW kommt sehr gut an. Die Anmeldungen übersteigen die Ausbildungskapazität.
Karl-Heinz Beier
Bildungsserver Rheinland-Pfalz
Seit 2 1/2 Jahren wird an der Einführung des CMS Hypo3 gearbeitet. Die Website des
Landesmedienzentrums wurde bereits in das CMS überführt.
Das Redesign des Landesbildungsservers wird noch einige Zeit dauern, da zu wenig Personal dafür zur Verfügung steht.
Friedrich Jung
Bildungsserver Saarland
Seit dem Jahr 2000 haben alle Portale unter www.saarland.de ein einheitliches Design, erstellt mit dem CMS RedDot. Die
Seitenstruktur ist zweispaltig: links die Navigation, rechts, bzw. in der Mitte die Inhalte.
Im nächsten Jahr erfolgt die Umstellung auf die aktuelle RedDot-Version 3.6, die Barrierefreiheit garantiert.
Für die Schulverwaltung realisiert der Bildungsserver die Web-basierte Formularabwicklung in einem seperaten
Netzwerk für Schulen.
Neue Angebote im Saarland sind der
Kulturserver und der Wissenschaftsserver.
Erich Gebhard
Sächsischer Bildungsserver
In Sachsen gibt es drei Bildungsserver mit unterschiedlichen Aufgaben.
Der Sächsische Bildungsserver ist der Server
des Kultusministeriums, der alle offiziellen Informationen für den Bildungsbereich bereit hält. Dazu gehört
auch die Bereitstellung von Orientierungsarbeiten für Schulen. Die Aufgaben werden mit entsprechenden Auswertungstools
zum Download zur Verfügung gestellt. Sehr erfolgreich als Werbung für den Sächsischen Bildungsserver ist eine
CD mit einer Sammlung von Prüfungsaufgaben.
Die Pädagogische Plattform Päppik bietet Materialien für den
Unterricht, die von ehrenamtlichen Autoren zur Verfügung gestellt werden. Ein CMS wird nicht verwendet.
Eine Materialiendatenbank wird zur Zeit aufgebaut, unter Verwendung des FWU-Thesaurus. Das Lernmagagementsystem
WebCT steht
allen Lehrern und Lehrerinnen Sachsens zur Nutzung im Unterricht zur Verfügung.
Für einen ersten Einstieg in die webbasierte Unterrichtsbetreuung wird auch die kooperative Lernplattform
BSCL
(Basic Support for Collaborative Learning and Knowledge Building) angeboten. Die Funktionsweise ähnelt dem BSCW
( Basic Support for Cooperative Work), jedoch hat der Lehrer die Möglichkeit von Gruppenbildung innerhalb seines
Arbeitsbereiches. Damit eröffnen sich eine Vielzahl von Möglichkeit zur Onlinezusammenarbeit mit Schülern.
Das Schulporträt ist eine Form öffentlicher
schulischer Berichterstattung. Diese erfolgt auf der Basis verbindlicher Kriterien. Schulen können in einer passwortpflichtigen
Rubrik ihre Daten aktualisieren.
Klaus Thuß,
Ralf-Thomas Schiebel
Bildungsserver Sachsen-Anhalt
Im neuen Landesportal sollen nach und nach alle behördlichen
Angebote integriert werden, also auch der Bildungsserver. Die
Technik ist seit 1999 die gleiche, nur die Optik wurde in letzter Zeit
etwas verändert. Es wird versucht, weitestgehend Barrierearmut
umzusetzen. Die Arbeitszeit für den LBS wurde gekürzt, daher
sind zur Zeit auch keine Weiterentwicklungen möglich. Die
Arbeitsplattform für Schulen soll auch für die Veröffentlichung der
Vergleichsarbeiten genutzt werden.
Michael Woyde
Bildungsserver Thüringen
Für alle Ministerien und nachgeordneten Behörden gibt es ein
gemeinsames Content-Management-System.
Das Kultusministerium und die Bereiche Kunst und Kultur wurden
zusammengelegt. Der Bereich Fort- und Weiterbildung des ThILLM
ist nun mit einem Kosten-Leistungsrechnung-System hinterlegt.
Dr. Martin Maisel
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4. Berichte Deutscher Bildungsserver
Kooperation mit Bildung Plus
Seit Anfang des Jahres besteht eine redaktionelle Kooperation mit dem
Portal Bildung Plus. Im Bereich Aktuelles wird zweimal wöchentlich der
aktuelle Artikel bei Bildung Plus angezeigt, der Link führt direkt zum
Volltext. Die Beiträge von Bildung Plus werden, wenn möglich, in die
Redaktionsseiten integriert. Bildung Plus wiederum verweist in seinen
Artikeln auf Materialsammlungen des Bildungsservers.
Lesekompetenz/ Leseförderung
Herr Dr. Schumacher hat im Bereich Übergreifende Informationen eine Seite zur
Leseförderung eingerichtet.
Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit
Über die Jobbörse sind nun auch Stellenangebote der BA aus dem
pädagogischen Bereich sowie alle Lehrstellenangebotet der BA
recherchierbar.
Pressedokumentationen der Zeitungsdokumentation Bildungswesen
Zu aktuellen Themen sind die Pressedokumentationen der ZeitDok auf einer Seite gesammelt.
Der Bereich Elementarbildung und das
Angebot für Erzieherinnen wurden in den letzten Monaten massiv ausgebaut.
Für den Bereich Berufliche Bildung ist eine Sammlung zu
Ausbildungsplatzinitiativen in Planung.
Im Hochschulbereich gibt es eine neue Sammlung zu Bachelor- und
Master-Abschlüssen. Die Angebote für ausländische Studierende
und Beratungsangebote für Studierende wurden überarbeitet.
Modul zur Alphabetisierung von Erwachsenen
Das Modul Weiterbildungsstatistik ist in Arbeit in Kooperation mit
dem Deutschen Institut für Erwachsenenbildung.
Anfang 2005 wird die Suchmaschine für Weiterbildungskurse des Infoweb Weiterbildung über den Bildungsserver zugänglich sein.
Tamara Massar
Im SchulWeb wurde eine
Chat-Reihe zur Studien- und Berufswahl gestartet und die Informationsplattform
"Wie geht`s weiter nach der Schule? Studien- und Berufswahlinformationen"
eingerichtet. Beides ist in Zusammenarbeit
zwischen dem Deutschen Bildungsserver, dem Berliner Bildungsserver und dem Brandenburgischen Bildungsserver entstanden.
Der erste Chat zu Berufsberatung und Berufsorientierung fand am 26.05.04 statt. Frau Bettina Schröder, Sachbearbeiterin
für Berufsorientierung und Selbstinformationseinrichtung der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg beantwortete Fragen von
Schülerinnen und Schülern der 9. Klasse der Alexander-Puschkin-Oberschule Berlin.
Die redaktionelle Betreuung des SchulWeb übernehmen ab 2005 Dr. Friedhelm Schumacher und Fabio Crivellari vom FWU.
Ulrike Schorle
Der SchulWeb-Chat wird zur Zeit neu programmiert, verwendet wird Open Source.
Der erste Testlauf findet Ende Oktober statt.
Jürgen Jäschke
Schwerpunkt der Arbeit im Redaktionsbereich ist die enge Zusammenarbeit mit den Landesbildungsservern,
deren Ergebnisse beim DBS unter
http://www.bildungsserver.de/Redaktion dokumentiert sind. 11 Arbeitsgruppen kooperieren
zu verschiedenen Themen. 3 Arbeitsgruppen haben sich getroffen, andere arbeiten per E-Mail zusammen.
Gemeinsame Online-Angebote sind entstanden zu den Themen:
Grundschule,
E-Learning,
Schule vorbei - was tun?,
Schulische Projekte und
Lebensraum Ozean.
Die Arbeitsgruppen
"Link of the week" und "Lien de la semaine" erschließen im arbeitsteiligen Wechsel empfehlenswerte Links,
auf die alle LBS verweisen können.
Für den Informations- und Erfahrungsaustausch wurde eine
Mailingliste eingerichtet. Zu 20 verschiedenen Themen gibt es
Kooperationsangebote oder
Kooperationswünsche der Redakteure, die aus Mangel an Ressourcen jedoch nicht alle abgedeckt werden können.
Das nächste Treffen der Redakteure der Landesbildungsserver und des DBS findet am 27. und 28.01.2005 in Halle/Saale
im Landesinstitut (LISA) Sachsen-Anhalt statt.
Der Bereich Schule beim DBS wird ab
2005 von Dr. Friedhelm Schumacher und Fabio Crivellari vom FWU redaktionell betreut.
Christine Schuster
Technische Neuerungen beim DBS sind der
Profildienst "Mein Bildungsserver",
RSS-Newsfeed,
Stellenangebote für den pädagogischen
und erziehungswissenschaftlichen Bereich und
Lehrstellenangebote der Bundesagentur
für Arbeit (BA).
BildungsSysteme International
ist ein neues Angebot im eigenen Layout. In der Datenbank werden Links zu Bildungsministerien, Bildungseinrichtungen,
Fachgesellschaften, nationalen und internationalen Organisationen, zu Datenbanken, Volltexten und Fakteninformationen aus
z.Z. mehr als 230 Ländern und Regionen gesammelt. Die entsprechenden Websites sind mit Schlagwörtern in deutscher und
englischer Sprache, Schlagwörtern für Länder und Regionen sowie mit einem Kommentar erschlossen. Direkt aus dem
Suchergebnis gelangt man per Mausklick zur gewünschten Internetseite. Alle URLs in der Datenbank werden monatlich
kontrolliert und ggf. korrigiert und aktualisiert.
Im kommenden Jahr ist beim DBS ein Redesign geplant.
Christian Richter
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Das EMU-Projekt erprobt seit September 2002 den Einsatz digitaler Medien im Unterricht. Nach Vorgaben des LISA wurde ein
Software-Paket entwickelt, das durch eine Landeslizenz allen interessierten Schulen des Landes Sachsen-Anhalt künftig
kostenfrei zur Verfügung steht. Die EMU-Software besteht aus einem Medien-Player, einer Medien-Datenbank, einem Programm
zur Integration und didaktischen Bearbeitung von Medien sowie einem Download-Manager für die Aktualisierung und Ergänzung
des nutzbaren Medienbestandes. In der Erprobungsphase standen rund 80 digitale Videos des australischen Projektpartners
Rainbow Boomerang Video zur Verfügung. Die Datenbank ist in Abhängigkeit von der verfügbaren Speicherkapazität offen, d. h.
es können weitere Digitalvideos im MPEG-1-Format integriert und bearbeitet werden.
EMU verfügt über sinnvolle didaktische Funktionalitäten, die das System zu einem pädagogischen Instrument qualifizieren.
Den Medien können selbst erstellte Begleitmaterialien (z. B. Arbeitsblätter, Tests, Aufgabenstellungen) als PDF-Dateien
zugeordnet werden und für jeden der vorrätigen Filme können individuelle Sprungmarken vergeben werden.
Schulintern wird die EMU-Datenbank in das schulische Intranet integriert. Auf den Computern
der Schule, die im PC-Kabinett sowie in den Fachräumen Zugriff auf das Netzwerk haben, wird die Player-Software installiert,
und dort, wo Lehrkräfte ihren Unterricht vorbereiten und weitere Medien für EMU aufbereiten wollen, wird die
Programmkomponente zur didaktischen Bearbeitung eingespielt.
Schulextern gibt es einen vom LISA gespeisten Server, der zusätzliche Digitalmedien anbietet,
die von der Schule herunter geladen werden können und über ein automatisiertes Protokoll direkt in die EMU-Datenbank
gelangen. Ein Computer des Intranets stellt über den Download-Manager die Verbindung zur externen EMU-Komponente her.
Lehrerinnen und Lehrer des Landes können in der Landesmedienstelle Sachsen-Anhalt das EMU-System testen. Durch das LISA
werden regelmäßige Fortbildungsmaßnahmen zum Einsatz von EMU im Unterrichtsalltag angeboten.
Die Abschlusstagung des EMU-Projektes findet am 08. und 09.06.2004 in Halle statt. Dort werden auch die Ergebnisse der
wissenschaftlichen Begleituntersuchung durch die Universität Halle vorgestellt.
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6. Abschließende Diskussion
Als Kooperationsidee wurde die Gestaltung einer gemeinsamen Seite diskutiert, zu der alle Landesbildungsserver mit aktuellen
Informationen beitragen. Die weitere Zusammenarbeit der Bonsai-Gruppe wird durch das DIPF unterstützt. Die nächste Bonsai-Tagung
findet am 13. und 14. April 2005 in der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung des DIPF in Berlin statt.
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Protokoll: Christine Schuster
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