14. Bonsai-Workshop
13. und 14. April 2005 in der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung des DIPF in Berlin
Protokoll

Verlauf und Ergebnisse des Workshops

Der Workshop begann am 13.04.2005 um 14.00 Uhr und endete am 14.04.2005 um 13.00 Uhr. 1. Neue Entwicklungen beim Deutschen Bildungsserver
2. Berichte der Landesbildungsserver - Mittwoch, 13.04.2005
3. Berichte der Landesbildungsserver - Donnerstag, 14.04.2005
4. Z39.50 und WWW
5. Abschließende Diskussion

1. Neue Entwicklungen beim Deutschen Bildungsserver

1. FIS-Bildung (Literaturdatenbank), Erweiterte Funktionalität (Verbesserung der Perfomance), Anlegung von Registern (Vereinfachung der Recherche), Neuentwicklung ist derzeit in der Erprobung und wird vermutlich im Sommer 2005 freigeschaltet.
2. Suchfunktion im DBS, Verbesserung in der Metasuchstruktur, Erweiterung der Metasuchfunktion geplant, Bisher erweiterte Suche implementiert, Liste der Datenbanken soll erweitert werden, Eventuell Ausdehnung des Moduls der Metasuche auf allen LBS, PHP-Modul ist in Erprobung. Die Suchergebnisse könnten dann auf den LBS übernommen bzw. angezeigt werden (Client-Modell). Es wäre ebenfalls denkbar, dass die LBS als Server fungieren, wenn dort eine entsprechende Datenbank vorhanden ist. Möglich wäre auch die Integration der FIS-Bildung-LIteraturdatenbank. Herr Richter bietet Unterstützung bei der Implementation an. Über die Einbindung von OPAC-Modulen wird im Rahmen der Präsentation des LBS Berlin am 2. Tag näher berichtet (cf. Punkt 3.)
3. Angebote der Agentur für Arbeit Stellenmarkt steht über den DBS für Interessierte zur Verfügung. Allerdings wird das Angebot durch den DBS vorgefiltert.
4. Das Relaunch des DBS ist noch in diesem Jahr geplant.

Dr. Christian Richter

Der Profildienst "Mein Bildungsserver" wird von 265 Teilnehmern genutzt. Diese können sich aus den DBS-Angeboten eine persönliche Seite zusammenstellen, die laufend automatisch aktualisiert wird. Über Neueinträge kann man per E-mail informieren lassen.

Thorsten Kath

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2. Berichte der Landesbildungsserver - Mittwoch, 13.04.2005

Landesbildungsserver Baden-Württemberg

Das LEU wurde in Landesinstitut für Schulentwicklung umbenannt.
Neue Entwicklungen beim Landesbildungsserver sind der Newsletter-Dienst und das Angebot Menschen für Bildung, das extern mit ZOPE und unter eigener Domäne realisiert wurde und jetzt in den LBS integriert ist. Das eigenständige Angebot Realschule-Online soll ebenfalls in den LBS integriert werden.
Die Web-Angebote von Landesbildungsserver und Landesinstitut laufen auf einem Server. Geplant ist die Umstellung von ZOPE auf PLone bei beiden Web-Auftritten.
Der BSCW-Server hat 3000-4000 angemeldete Nutzer. Viele Foren wurden eingerichtet, die jedoch kaum genutzt werden. Ende März wird wegen der Umstrukturierung des Landesinstituts ein Server-Umzug zur Fachhochschule für Technik erforderlich.
Die E-Learning-Plattform Moodle bietet Arbeitsräume für Schulen im Internet. Die Software läuft auf dem LBS und wird von den Online-Nutzern per WWW-Browser bedient. Es sind keinerlei Lerninhalte vorgegeben, sondern dem Lehrer stehen leere Kursräume zur Verfügung, die er selbst nach eigenen Wünschen mit Inhalt füllen kann.
Das Open Ticket Request System (OTRS) wird erfolgreich zur Administration und Koordination von E-Mail-Anfragen genutzt. Die Installation ist problemlos.

Andreas Rittershofer

Bayrischer Schulserver

Das Redesign des Bayerischen Schulservers wurde in Auftragsarbeit unter dem Gesichtspunkt der Barrierefreiheit realisiert. Die redaktionelle Struktur wurde ebenfalls überarbeitet. Neu ist der Punkt Service, unter dem auch BSCW angeboten wird, was auch rege genutzt wird. Zur Diskussion der neuen Lehrpläne wurden Foren eingerichtet, sie werden jedoch wenig genutzt. Wöchentlich wird ein Newsletter mit aktuellen Meldungen verschickt. Der Menüpunkt Einstellungen ermöglicht es dem Nutzer, das Aussehen des BSS dem persönlichen Geschmack anzupassen. Externe Beiträge können per Formular eingestellt werden. Dies betrifft auch die Datenbank Basis in der Rubrik Unterricht. Der Newsserver des BSS bietet landesspezifische und überregionale Diskussionsgruppen für schulische interessante Themenbereiche. Zur Vermeidung von Spam wird keine konkrete E-Mail-Adresse unter Kontakt angegeben. Eine Übersicht über alle Angebote der Lehrerfortbildung enthält die Datenbank Fortbildung in Bayerischen Schulen (FIBS). Nach einem Beschluss des Kultusministeriums soll diese Datenbank nicht nur Informationen über Lehrgänge enthalten, sondern auch die Möglichkeit bieten, alle Anmelde- und Teilnahmeformalitäten online abzuwickeln. Zurzeit läuft die Testphase. Bis 2006 müssen alle bayrischen Fortbildungsangebote in das System eingetragen werden. Externe Anbieter werden nach einem Genehmigungsverfahren durch das Kultusministerium zugelassen. Lehrer können ihr Veranstaltungsangebot über die Schule eintragen. Die Abstimmung mit den Verantwortlichen über das Verfahren läuft zurzeit.

Wolfgang Schmid

Berliner Bildungserver

Nach zwei Umzügen arbeitet der Berliner Bildungsserver jetzt in Friedrichsfelde. Der eigentliche Web-Server wird vom DFN bereit gestellt, ein Spiegelserver steht in Friedrichsfelde. Im Mai wird der Berliner Bildungserver in neuem Design freigeschaltet unter der Domäne www.bebis.de. Das Redesign wurde in enger Zusammenarbeit mit Hans Rauch vom Hessischen Bildungsserver durchgeführt. Die ZOPE-Anpassung aus Hessen wurde übernommen. Das Design war externe Auftragsarbeit der Firma Mediadesign in Berlin. Im Augenblick sind die Arbeiten voll im Gange.
Die Arbeitsplattform (zekom) ermöglicht die Vorstellung von Schul-Projekten auf dem Server über eine Anmeldung. Im Grunde ist die externe Mitarbeit gewünscht, um den Materialpool zu füllen. Die Bebis-AG ist ein geschlossener Arbeitsbereich, der viel genutzt wird.

Ulrike Hammer, Jürgen Frank

Hamburger Bildungsserver - HBS

Die technische Struktur des HBS hat sich nicht geändert, ihre Weiterentwicklung soll im kommenden Jahr vorangetrieben werden. Geplant ist, ein einheitliches CMS für alle Portale unter Hamburg.de zu verwenden und ein Themenportal Bildung aufzubauen.
Der HBS bietet 3 Bereiche: den pädagogischen Bereich, den geschlossenen Kooperationsbereich für Bildungseinrichtungen und den Informationsbereich. 70% der Angebote sind Unterrichtsmaterialien, deren Überführung in ein CMS problematisch ist.
Der Server steht im Rechenzentrum der hamburg.de GmbH, wird von dort aus zentral administriert und ist in das Sicherheitskonzept des Rechenzentrums eingebunden. Eine statistische Auswertung der Seitenabrufe wurde in Auftrag gegeben, die Rückschlüsse auf die Akzeptanz der angebotenen Thematiken ermöglichen soll.
Neu ist das Schulinformationssystem mit Informationen aus der Datenbank der Behörde für Bildung und Sport, Teil des Dienstleistungssystems Hamburg-Gateway. In diesem Zusammenhang wird allen 460 Hamburger Schulen eine E-Mail-Adresse zugewiesen, in jeder Schule soll ein Lehrerzimmer-Online-PC vorhanden sein.
Lehrerzimmer-Online ist ein Service für Hamburger Lehrkräfte, der einen schnellen Zugang zu verschiedenen Angeboten ermöglicht, wie z.B. Bildungspläne, Unterrichtsmaterialien, Modellprojekte, Abschlussarbeiten, Ausbildungs- und Fortbildungsangebote. Hera steht für Hilfen, Erläuterungen, Regelungen für die Abschlussarbeiten und bietet Informationen für Hamburger Lehrerinnen und Lehrer von Abschlussklassen der Sekundarstufe I und der Sekundarstufe II. Zu aktuellen Bildungsthemen in Hamburg wurden Foren eingerichtet, die jedoch nur wenig genutzt werden (122 aktive Benutzer).

Eike-Manfred Buba

Offener Hamburger Schulserver - OHS

Der OHS ist Portalhoster für ca. 200 Hamburger Schulen, denen eine große Eigenständigkeit bei der Gestaltung der Homepages garantiert wird. Zusätzlich bietet der OHS eine Plattform für verschiedene Zielgrupen, wie Eltern, Lehrer und Schüler. Der technische Stab besteht aus 4 Mitarbeitern, die durch die Universität in Hamburg unterstützt werden.

Dr. Sven Hadenfeldt

Bildungsserver Hessen

Der Bildungsserver muss die Umgestaltung von verschiedenen Institutionen in Hessen berücksichtigen: Institut für Qualitätssicherung, Amt für Lehrerfortbildung, Staatliche Schulämter - die Bedeutung des Bildungsservers wird dadurch gestärkt. Die Hessische Regierung plant ein Corperate Design für alle Behördenportale.
Die Inhalte der Lernarchive sind erweitert worden. Sie enthalten nicht nur Materialien, sondern auch Lehrpläne, Fortbildungsangebote und Medien von verschiedenen Anbietern. Daher ist eine Umgestaltung des Bildungsservers erforderlich geworden.
Die neue Rubrik Bildungsregionen in Hessen greift eine Idee des ehemaligen HELP auf: Bildungsinformationen aus den verschiedenen Regionen in Hessen werden auf der Ebene der staatlichen Schulämter zusammengeführt.
Weiterentwicklt wurde die Möglichkeit der Lokalisierung von Schulen in Hessen über den Hessen-Atlas, für den die Daten vom ehemaligen Landesvermessungsamt geliefert werden. Das GIS-System ist auch im Unterricht einsetzbar.
Im Rahmen der gegebenen technischen Möglichkeiten können hessische Schulen, staatlich anerkannte Einrichtungen und Partner von Bildungseinrichtungen auf Antrag kostenlos Plattenplatz von bis zu 50 MB auf dem Schulserver Hessen erhalten und das CMS nutzen.

Hans Rauch

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3. Berichte der Landesbildungsserver - Donnerstag, 14.04.2005

NiBiS - Niedersächsischer Bildungsserver

Eine Portalumgestaltung keine wesentliche Neuerung. Das betrifft auch den personellen Bestand. Wegen der besonderen Einbindung des Bildungsservers im Behördenverbund steht nun ein größerer Etat zur Verfügung. Wechsel von Telecom zu Arcor, Filterung von Spams über Greylisting (Unterdrückung von unerwünschten E-Mails). Das Dienst-Angebot (Themen und Service) wird stark akzeptiert, beispielsweise das Portal Medienkompetenz.
Starke Einbringung von Dienstleistungen im E-Government-Bereich für das Ministerium auch vor dem Hintergrund einer Schulstrukturreform. Daraus entstand das Produkt Governmentserver für Schulen in Niedersachen (GoSiN). Dabei wurde ein neues CMS unter Berücksichtigung der Barrierefreiheit erprobt.
Weiterhin ist die Online-Auswertung von Schulumfragen in dem nicht geschlossenen Schulnetz in Arbeit. Dazu wurde das Produkt Evasys angeschafft.
Die elektronischen Verfahren bezüglich der Vergleicharbeiten sollen auf einer Sitzung der KMK vorgestellt werden. Dazu sind alle verantwortlichen Entscheider eingeladen. Termin ist der 19. – 20. Mai 2005. Nachmeldungen werden bei Bedarf verschickt. Für die Übermittlung stehen gesicherte Kanäle zur Verfügung. Dazu wurde das Know-How der Sparkasse verwendet. Von Interesse ist die Reaktion auf die Nutzbarkeit des Verfahrens.
Ministrielle Projekte wurden auf zusätzlichen neuen Servern realisiert, auf die kein Zugriff von Seiten des Landesbildungsservers besteht, z.B. das Internetradio. Die Lernplattform wurde erweitert und genießt eine hohe Akzeptanz.

Horst Eysel

learn:line NRW

learn:line hat eine gute Ausstattung für die Aufrechterhaltung der Dienstleistungen. Im Rahmen einer Umstrukturierung wurde ein Bereich Qualitätssicherung eingerichtet. In diesem Zusammenhang ergab sich die Schwerpunktthematik für das Projekt der Lernstandserhebungen in Klassenstufe 4 (Vera-Projekt, Universität Landau) und in Klassenstufe 9. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgte durch die Universität Essen. Dabei entstand eine webbasierte Applikation zur Erfassung und Auswertung von Daten. Der Vorgang erstreckte sich in einem Zeitraum vom August 2004 bis heute. Der E-Mail-Verkehr wird über den offiziellen Mail-Server abgewickelt. Von 2109 Schulen insgesamt, gab es bislang Rückmeldungen von 2086 Schulen. Die Tests wurden auf schriftlichem Wege durchgeführt (Papier wurde verschickt). Bei der elektronischen Rückführung der Ergebnisse wurden die Erfahrungen von Entwicklungen an der Universität Landau genutzt. Dazu wurde ein Excel-Modul eingesetzt, das eine Textdatei erzeugte, die upgeloadet werden konnte. Parallel dazu wurde ein Online-Modul angeboten. Die Abwicklung erfolgte verhältnismäßig problemlos. Es erfolgten Rückmeldungen an Fachlehrer, an Schüler und Eltern. Außerdem fanden in einer zweiten Phase übergreifende Vergleiche on the fly statt. Zugang über den URL: http://www.lernstand9.nrw.de/ls9web/ (Zugang über die Klasse). Das Verfahren wird jedes Jahr durchgeführt. Ein Schulranking erfolgte nicht. Dabei wurden auch die Kompetenzniveaus zurückgemeldet. Die Erhebung fand anonymisiert statt. Die Schulen sind gehalten, Rückmeldungen an die Schulaufsichtsbehörde zu geben. Den Schulaufsichtsbehörden wurde kein Zugang eingerichtet. Problematisch war die Belastung durch die massiven Zugriffe (Perfomanceeinbrüche durch Generierung der Grafiken (40 Tabellen).
Neu auf learn:line im Zusammenhang mit dem Projekt Qualitätssicherung sind die Kernlehrpläne Sekundarstufe I NRW, die mit mit Beispielaufgaben auf dem Server angeboten werden. An einer Vervollständigung wird derzeit gearbeitet. Weitere Informationen zu den Aufgaben befinden sich in einer Materialdatenbank. Die Ergebnisse könnten auf Grund der positiven Eindrücke auch anderweitig genutzt werden (siehe Vergleichsarbeiten Niedersachsen).

Walter Hupfeld

Bildungsserver Saarland

Aktuelle Situation: Portalverwaltung mit CMS-Upgrade RedDot 4.5 (Mehrsprachige Entwicklungsstruktur). Es konnten neue Portalstandbeine am Bildungsserver angedockt bzw. vorhandene reanimiert werden:
Wissenschaft: Wissenschaftsserver noch in der Entwicklung,
Weiterbildung: Der ProfilPASS (Zusammenarbeit mit dem DIPF) ist auch noch in der Entwicklung (Arbeitsplattform unter: http://entwicklung08.saarland.de). Geplant ist dreisprachiges Portal.
Der Kulturserver ist im Grundkonzept fertig. Die Umsetzung ist zurück gestellt worden, bis der Gesamtrelaunch der Behördenportale im Saarland abgeschlossen ist. Zu berücksichtigen ist auch die Einbettung in einen Kulturserver der Großregion (Saarland, Lothringen, Luxemburg und die deutschsprachige Sektion von Belgien) vor dem Hintergrund, dass die Stadt Luxemburg im Jahre 2007 Kulturhauptstadt Europas wird.
Aus der Versenkung zu neuem Leben erweckt wurde die Arbeitsplattform des BSCW-Servers, der inzwischen stark genutzt wird (mehr als 800 Nutzer).
Es gab Probleme mit der Bereitstellung von Materialien. Zu berücksichtigen ist die einschlägige Gesetzeslage (Urheberrecht). Was auffällt ist die Tatsache, dass der Entwicklungsaufwand und die Portalunterhaltung erheblich ist. Derzeit werden von der ZDV über 80 Portale unterhalten. Außerdem genügen die Internetauftritte nicht mehr der BITV des BGG. Es fehlen insbesondere beim saarländischen Bildungsportal dynamische Komponenten und ein assoziatives Konzept.
Perspektiven: Es ist ein Generalrelaunch aller Portale unter saarland.de bis Ende des Jahres vorgesehen. Der erste Internetauftritt war im Jahre 1999/2000, das erste Relaunch fand im Jahre 2002 statt. Im Jahre 2005 soll eine grundlegende Portalumgestaltung erfolgen (Mooresches Gesetz?). Geplant ist, den saarländischen Bildungsserver als integralen Bestandteil in einem Landesdatennetz anzusiedeln. Einen ersten Eindruck von der Struktur vermittelt das Zwischenportal unter: http://entwicklung08.saarland.de/fofo.htm
Zunächst wird auf dem Ausschreibungswege ein StyleGuide für alle Behördenportale entwickelt. Hier arbeitet man mit dem Deutschlandportal zusammen. Dieses Verfahren vermindert den Entwicklungsaufwand für das zu verwendende CMS erheblich, weil die Templates durchgängig genutzt werden können. Zum Anderen werden alle Themenbereiche auf entsprechenden Portalen abgebildet und von einem einzigen Informationsportal angesteuert. Erste Ansätze bieten die Bürgerdienste Saar unter: http://www.buergerdienste-saarland.de
Hier arbeiten bereits drei Verwaltungsebenen zusammen. Das Portal soll allen Bürgern eine Orientierungshilfe bieten. Des Weiteren sind übergreifende Themenportale geplant: SaarTalk (interaktives Portal) und Wissensecken (auch unter Nutzung von Elementen des saarländischen Bildungsservers). Gleichzeitig werden die notwendigen zentralen Datenbanken erstellt: Adressdatenbank, Veranstaltungsdatenbank und eine Weiterbildungsdatenbank. Die Vernetzung der Portale soll über ein automatisiertes Hyperlink-Verfahren erfolgen. Dabei greift man auf Entwicklungspartnerschaften zurück. In der Erprobung befindet sich ein derartiges Hyperlink-Modul, das vom DFKI in Kooperation entwickelt wird. Am 27. April wird man sich in einem Fachgremium über die näheren Details austauschen. Die verwalterische Komponente der Schullandschaft soll in einem dezidierten geschlossenen Netz (Schulnetz Saar) bedient werden, das sich derzeit in der Planung befindet. In der finalen Version sind folgende Komponenten beabsichtigt: Nachrichtenverkehr, Formularverkehr und Verfügbarkeit von Webspace zur Verwaltung der Schulhomepages unter Nutzung des vom Land angeschafften CMS. Das Gesamtkonzept steht auf der Grundlage eines geeigneten CMS. Über die Verwendung eines Upgrade des derzeit im Einsatz befindlichen CMS wird in Kürze entschieden.

Erich Gebhard

Bildungsserver Sachsen-Anhalt

Schulschließungen erfordern die Löschung von Schulen aus der Schulsuche, die Zahl der Schulen hat sich von 1600 auf 700 verringert. Nach einem Masterplan sollen alle Informationen in einem neuen Portal zusammengefasst werden. Die Neuentwicklung soll mit typo3 in diesem Jahr beginnen. Der Landesbildungsserver ist davon nicht betroffen, seine Eigenständigkeit soll erhalten bleiben. Der E-Mail-Verkehr hat sich nach einem Erlass, der die Schulen verpflichtet, ihre Postfächer regelmäßig zu leeren, verstärkt. Der Server steht in der Universität Magdeburg: E-Mail-Server und Verwaltungsserver für die Homepages der Schulen. Die entsprechende Infrastruktur wird webbasiert erstellt. Die beiden Vorhaben sind ressourcenintensiv. Derzeit finden keine Weiterentwicklungen des Landesbildungsservers mit dem im Wesentlichen unveränderten Personalbestand statt. Unterhalten wird auch die Mediendistribution (EMU). Daran sind 70 Einrichtungen beteiligt.

Michael Woyde

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4. Z39.50 und WWW

Das Protokoll Z39.50 (ISO 23950) ist ein Client-Server basiertes Protokoll zum Suchen in entfernten Datenbanken. Es ermöglicht es, mehrere Informationssysteme über eine einheitliche Schnittstelle abzufragen. Gleichzeitig kann das jeweilige Informationssystem die Daten in unterschiedlicher Form übermitteln, sodass es spezifischen Anforderungen genügen kann. Abfragesprachen sind z.B. Type-1 in RPN (Reverse Polish Notation); Ergebnislisten können in verschiedenen Formaten geliefert werden, z.B. (US)MARC, GRS-1, ... Z39.50 wird vorrangig (oft als einzige Möglichkeit der externen Abfrage) von Bibliotheken eingesetzt um bibliographische Datenbanken abzufragen.

Aus Sicht des Webentwicklers bestehen bei Verwendung von Z39.50 diverse Probleme: neben den Besonderheiten der Abfragesprachen und Ausgabeformate welche dem eher eine relationale Umgebung gewohnten Entwickler merkwürdig bis altertümlich erscheinen können läuft der Request zumindest zweistufig (Suche und Ergebnisanzeige) ab. Zudem gibt es unterschiedliche bzw. unvollständige Implementierungen des Z39.50-Protokolls. Explain - ein Protokollfeature geschaffen um die Möglichkeiten des Servers zu ermitteln - ist leider nicht einheitlich/teilweise gar nicht implementiert. Dies kann z.B. dazu führen das eine Abfrage mit Trunkierung - bei fehlender Unterstützung durch den Server - weniger Ergebnisse liefert als die Gleiche Abfrage ohne Trunkierung.

Es sind unterschiedliche Initiativen entstanden, um diese Problemsituation zu verbessern. Das betrifft ebenso die verschiedenen Entwicklungswerkzeuge, z.B. YAZ. Beim DBS/fachportal-paedagogik wird auf ein mehrstufiges Konzept zur Abfrage der Datenbanken gesetzt: Die entsprechenden Abfragen werden in CQL (Common Query Language) an einen Proxy weitergeleitet, dieser setzt CQL in Type-1 um und startet die entsprechende Suche auf dem Z39.50-Server. Ergebnisse können gecached werden. Die interessierenden Felder der Ergebnisse werden dem Proxy in USMARC geliefert und von diesem (mittels XSLT) in einem leichter zu verarbeitenden XML-Format an die Web-Anwendung geleitet.

Jürgen Jaeschke

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5. Abschließende Diskussion

Hinweis auf Umgang mit Urheberrecht im Zusammenhang mit der Einstellung von Beiträgen auf den Landesbildungsservern. Die nächste Bonsai-Tagung findet am 9. und 10. November 2005 in der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung des DIPF in Berlin statt.

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Protokoll: Erich Gebhard, Christine Schuster

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