Einladung

Humboldt-Universität zu Berlin

Institut für Wirtschaftspädagogik und Erwachsenenbildung

Abteilung Pädagogik und Informatik

Prof. Dr. Peter Diepold
Geschwister-Scholl-Str. 7
10099 Berlin
Tel. (030) 2093-4178
Fax: (030) 2093-4198
peter@diepold.de

9. September 1998

5. Workshop deutscher Bildungs-Server am 8./9. Oktober in Berlin
http://dbs.schule.de/bonsai

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

der Deutsche Bildungs-Server lädt die Entwickler von Bildungsservern in den Ländern zu einem fünften Workshop ein

von Donnerstag, 8. Oktober, 14 Uhr bis Freitag, 9. Oktober, 13 Uhr
an die Humboldt-Universität zu Berlin, Hauptgebäude
Unter den Linden 6, Rechenzentrum, Raum 1064a.

Diese Einladung ergeht sowohl an die Bildungsserver der Landesinstitute in den Bundesländern wie auch an die Bildungsserver der deutschen Schulbuchverlage und in Kopie an die Länderbeauftragten "Bildungsserver" in den Kultusministerien.

Vorschläge für die Tagesordnung:

1. "DBS 2000": Kooperationsvorhaben DBS / KMK / BLK

2. Zusammenarbeit mit FWU und DIPF

3. Berichte der Bildungsserver

4. technische Weiterentwicklungen

5. weitere Kooperationen

6. Sonstiges

Lassen Sie uns wissen, was Sie aus Ihrer Sicht in den Workshop einbringen und wo Sie weitere Punkte in die Tagesordnung berücksichtigt sehen möchten.

Wir wären Ihnen dankbar für eine baldige Rückmeldung darüber, wer aus Ihrem Arbeitsbreich daran teilnehmen wird. Falls Sie eine Übernachtungsmöglichkeit im Gästehaus der HU brauchen, wenden Sie sich bitte an baerbel.baecker@educat.hu-berlin.de

Mit freundlichen Grüßen

Teilnehmerliste


Herr Bethge, LABI MV
Hartmut Bluhm, IfLF
Alexander Botte, DIPF
Ralf-Ingo Brehm, BIL Berlin
Uwe Debacher, HBS
Andreas Dickerboom, SAN e.V.
Peter Diepold, HU Berlin
Rainer Fabianski, LBS SN
Thea Feuerbach, TFK
Herr Geisler, SWH
Andreas Grupp, LEU
Christoph Holtwiesche, MBWW RP
Walter Jaisli, Bremen
Johannes Karl, TFK
Michael Klein, NRW
Markus Kölle, BW
Krause, BIL Berlin
Michael Ley, TFK
Martin Maisel, ThILLM
Helmut Meschenmoser, Labi Berlin
Frerk Meyer, Schulweb
Hans Rauch, HIBS
Klaus-Peter Reimers, SH
Michael Retzlaff, LABI Berlin
Christian Richter, DBS
Monika Roesler-Lass, DFN
Wolfgang Schmid, ZSA
Friedhelm Schumacher, FWU
Werner Schweizer, LABI BW
Horst Stein, DeTeBerkom
Herr Suhrmann, LABI Berlin
Holger Thymian, LABI Berlin
Manfred Vollmost, MPZ
Gerd Wenning, Siegen
Lothar Wiesweg, BICS-Berlin
Wolfgang Würz, Cornelsen Berlin
Klaus-D. Zils, Saarland

Verlauf und Ergebnisse des Workshops (Protokollentwurf)

DBS 2000

Peter Diepold berichtete über die Bereitschaft des BMBF, die Entwicklung des DBS mit einen Anschlußprojekt "DBS 2000" weitere 3 Jahre zu fördern. Er charakterisierte den DBS als "Metaserver" für die Vielzahl vorhandener und entstehender Bildungsserver. Wie schon jetzt die Datenbank der Onlineressourcen sollen die Landesbildungsserver zukünftig auch die Daten des DBS über Institutionen und Personen in ihr Angebot integrieren können.

Die inhaltlich-redaktionelle Pflege der Datenbestände soll zunehmend in Verantwortung von DIPF, FWU und DGfE erfolgen. Die Entwickler an der HU konzentrieren sich stärker auf die Weiterentwicklung der technischen Plattform. Dazu gehören die Sicherstellung einer hohen Verfügbarkeit, die Gewährleistung der Kompatibilität mit internationalen Metadatenstandards (Dublin Core, IMS), die Weiterentwicklung der Datenbanken und ihrer Benutzerschnittstellen, Analysen des Benutzerverhaltens und möglicherweise auch die Entwicklung halbautomatischer Verfahren für die Beantwortung der steigenden Zahl von Nutzeranfragen. Mittelfristig wird eine klare Trennung von technischer und inhaltlicher Verantwortung angestrebt.

Im Dialog mit den Fachgesellschaften soll die Integration von Metadaten aus dem Hochschulbereich in die DBS-Datenbank geprüft werden.

Kooperation mit FWU und DIPF

Friedhelm Schumacher berichtete vom ersten Treffen der Länderbeauftragten "Qualitätssicherung / Bildungsserver". Die Datenbank der Onlineressourcen sollte ergänzt und zu einer "Datenbank der Bildungsmedien" weiterentwickelt werden, die dann auch Metadaten über konventionelle Medien der Landesbildstellen und über kommerzielle Bildungsmedien enthalten könnte.

Das FWU will die Koordinierung der Länderaktivitäten bei der dokumentarischen Erfassung, der Aquise und gegebenenfalls auch Produktion von Onlinemedien für den Schulunterricht übernehmen. Technische Grundlage für die koordinierte Bereitstellung von Metadaten und Onlinemedien sind die Landesbildungsserver und der DBS. Erste konkrete Aufgabe ist die Koordinierung einer Arbeitsgruppe, die eine gemeinsame Termindatenbank ("Veranstaltungskalender") der Landesbildungsserver und des DBS entwickeln soll.

Alexander Botte kündigte an, daß das DIPF seine Kompetenzen auf den Feldern Bildungsforschung, Erziehungswissenschaft, Bildungsverwaltung, Schulrecht, Bildungsstatistik, Schulreform und Schulqualität einbringen wird.

Für den Bereich berufliche Bildung sollte das BIBB als Kooperationspartner gewonnen werden.

Berichte der Landesbildungsserver

Wie schon bei den vorausgegangenen Workshops stellten die Entwickler von Landesbildungsservern kurz die Fortschritte des letzten halben Jahres vor. Neben den wiederum zu konstatierenden Unterschieden in Entwicklungsstand und Schwerpunktsetzung war als gemeinsame Tendenz eine zunehmende Verwendung von Datenbanken mit Webschnittstelle zu verzeichnen, nicht nur für Listen und Verzeichnisse, sondern auch als technische Plattform für jegliche serverbasierten Anwendungen wie z.B. Onlinekonferenzsysteme. Auch die Verwendung von BSCW hat zugenommen - trotz unterschiedlicher Erfahrungen mit dem System und dem Support durch die GMD. Die Entwicklung der Landesbildungsserver, die Ausstattung der Schulen mit Multimedia-PCs, die Anbindung der Schulen an das Internet und die Qualifizierung aller Lehrer für den Gebrauch und den pädagogisch sinnvollen Einsatz neuer Medien - diese vier Aufgaben werden von den Ländern verschieden gewichtet und mit unterschiedlicher Intensität bearbeitet.

Serversicherheit

Frerk Meyer informierte Ursachen von Datenverlusten und über Datensicherheit in Netzwerken. Die meisten Datenverluste haben interne Ursachen und Verursacher, nur ein geringer Prozentsatz ist auf Angriffe von außen zurückzuführen. Absolute Sicherheit kann es nicht geben, es kommt darauf an, die Risiken zu minimieren. Im Netz sind zielgerichtete Angriffe durch unverschlüsselt übertragene Paßwörter, Sicherheitsmängel in der Netzwerksoftware und durch per e-mail verschickte "Trojanische Pferde" möglich. Maßnahmen zur Erhöhung der Serversicherheit sind also die Anwendung von Netzprotokollen, die alle Daten verschlüsselt übertragen, die regelmäßige Änderung des eigenen Paßworts und das Abschalten aller nicht benötigten Netzwerkdienste. Darüber hinaus ist es sinnvoll, sich über aktuell bekannt gewordene Sicherheitsmängel von Software zu informieren (z.B. bei http://www.cert.dfn.de/) und gegebenenfalls die empfohlenen Gegenmaßnahmen einzuleiten. Programme unbekannter oder zweifelhafter Herkunft sollten grundsätzlich nicht gestartet werden.

Gemeinsamer Veranstaltungskalender

Christian Richter informierte kurz über die laufenden Arbeiten am DBS und gab den Teilnehmern den Entwurf von Friedhelm Schumacher zur Konzeption des gemeinsamen Veranstaltungskalenders der Landesbildungsserver zur Kenntnis. In der anschließenden Diskussion des Papiers wurden eine Reihe von Präzisierungen erarbeitet, die von Friedhelm Schumacher in eine überarbeitete Fassung der Konzeption eingearbeitet werden. Die neue Version wird allen Teilnehmern über den gemeinsamen BSCW-Workspace zugänglich gemacht.

Der 6. Workshop der Bildungsserver wird am 18. und 19. Mai 1999 in Berlin stattfinden.